Automechaniker

Pascal, 21 Jahre alt und wohnhaft in Thun, ist Automechaniker durch und durch.

Mein Tag beginnt meistens mit einem Kampf gegen den Wecker. Trotzdem bin ich normalerweise eine viertel Stunde vor Arbeitsbeginn in der Garage. Diese Zeit nutze ich um meinen Arbeitsplatz vorzubereiten, die Werkstatt aufzuschliessen, die Lifte einzuschalten und andere Arbeitsgeräte betriebsbereit zu machen. Danach informiere ich mich mit einem Blick ins Terminbuch über angemeldete Kunden und fahre die Neuwagen auf die Schauplätze vor der Garage.

Nach diesen Arbeiten gestaltet sich mein Tag abwechslungsreich und zum Teil unvorhersehbar. Ich bearbeite die im Voraus abgemachten Kundentermine, führe Autos vor und verkaufe diese mit etwas Geschick und auch Glück. Zwischendurch empfange ich auch Kunden ohne Termin. Bei kleineren Problemen haben Kunden, die spontan vorbei kommen Vorrang. Für grössere Probleme gebe ich ihnen einen Termin und achte darauf, dass zu diesem Zeitpunkt ein Ersatzwagen bereitsteht. Mein Arbeitstag endet dann mehr oder weniger pünktlich um 17:30 Uhr. Je nachdem gibt es auch Tage an denen ich länger in der Werkstatt bleibe, um Aufträge noch zeitgerecht abschliessen zu können.

Meine Lehre habe ich im Jahre 2015 erfolgreich abgeschlossen. Nach kurzer Suche habe ich eine Festanstellung in einer kleinen Garage erhalten, welche die Automarken Kia und Lada vertritt. Ausser mir arbeitet dort nur mein Chef. Somit bin ich zwar angestellt, kann aber ziemlich selbständig arbeiten. Meine Lehre hat im Gesamten drei Jahre gedauert. Neben der Schule habe ich in einer Garage in Münchenbuchsee gearbeitet, in welcher es mir leider nicht so gut gefallen hat. Nicht zuletzt wegen einigen Problemen mit meinem damaligen Chef.

Schon immer bin ich an der Automobilbranche interessiert gewesen. Als kleines Kind habe ich Freude daran gehabt, Spielautos auseinanderzubauen. Leider habe ich die Fähigkeit diese auch wieder zusammenzubauen in diesem Alter noch nicht besessen. Dies hat sich mit den Jahren geändert und auf echte Autos übertragen. Das gelernte hilft mir nicht nur in meinem Berufsalltag, sondern auch im Privaten. Somit kann ich mein Auto, wenn notwendig, stets selber reparieren oder meinen Freunden unter die Arme greifen.

Für mich ist klar, dass ich diesen Beruf wieder erlernen würde. Wäre dies jedoch aus irgendeinem Grund nicht möglich, dann würde ich wohl eine Lehre zum Architekten machen. Als ich jünger gewesen bin, habe ich nämlich einen Wochenplatz in einem Architektenbüro und durch meine passenden Fähigkeiten schon ein Lehrstellenangebot gehabt. Jedoch wollte ich meiner Leidenschaft, den Autos, treu bleiben. Im Moment habe ich nur ein berufliches Ziel: Glücklich bleiben im Job.

Nach einem abwechslungsreichen und spannenden Tag in der Garage und an Wochenenden gehe ich gerne meinen Hobbys nach: So verbringe ich meine Freizeit mit Modellbau, zeichnen, Velo fahren oder mit Sport allgemein. Zudem verbringe ich gerne Zeit mit meinen Freunden.

Immer wieder erlebe ich schöne Momente in meinem Job. Am meisten freut es mich, wenn ich Probefahrten mit teuren Kundenautos machen darf. So habe ich schon eine Runde in einem Chevrolet Camaro SS sowie einem neuen Tesla T Model gedreht. Schwierige und unschöne Momente habe ich vor allem in meiner Lehrzeit erlebt. Durch die Unerfahrenheit ist es schon mal vorgekommen, dass ich durch gemachte Fehler viel Zeit verloren habe und Mehraufwand in der Bearbeitung der Aufträge gehabt habe.

Wie jeder, der autobegeistert ist, habe auch ich eine Vorliebe: Ich bin Fan von italienischen Sportwagen. Zurzeit fahre ich allerdings einen Kia pro ceed Jahrgang 2009, welcher mein erstes Auto ist. Unter Ferrari, Pagani, etc. ist aber der Lamborghini Reventon mein momentaner Favorit.
Meine Fragen an dich:
– Was ist deine Meinung zum Text?
– Was ist deine Meinung zum Beruf des Automechanikers / der Automechanikerin?

21 Gedanken zu „Automechaniker“

  1. beim Berufsbild des (Auto-) Mechanikers denkt man ja immer typischerweise immer an männliche Vorbilder 😉 tatsächlich ist meine Schwester aber auch Mechanikerin geworden – sie liebt ihren Job!

    1. Liebe Tina, danke für deinen zweiten Kommentar zu diesem Beitrag 🙂 Ja leider! Ich finde es toll, wenn auch Frauen solche Berufe ausführen. Schön, hat deine Schwester IHREN Beruf gefunden.

  2. Liebe Petra, ich find es super, dass du mit deinen Anfang 20 so zukunftsorientiert und breit gefächert denkst. Schön, dass du so viele verschiedene Berufe mit einer persönlichen Note darstellst. Bin gespannt, was du noch alles aufzeigt
    Weiter so!

  3. Wenn er seinen Wunschjob hat und dort glücklich ist, ist das doch was feines. Kann nicht jeder von sich behaupten. Für mich wäre Automechaniker aber eher nix 🙂

    1. Lieber Felix, danke für deinen Kommentar 🙂 Nicht jeder Beruf ist passend für jeden Menschen. Du hast natürlich recht, dass es Menschen gibt, die ihren Traumberuf ausleben können.

  4. Es gibt doch nichts Schöneres als im Beruf voll aufzugehen! Und wenn das gleich beim ersten Mal klappt – hervorragend 🙂 Bei mir war es erst der vierte Anlauf 😛

  5. Ein toller Einblick in den Berufsalltag eines Mechanikers. Wir haben auch einen in unserem Freundeskreis und ich finde das so praktisch :D. Der Beruf selbst ist sicher abwechslungsreich aber ich persönlich hätte dafür zwei linke Hände.

  6. ich wäre wirklich keine gute Automechanikerin – was fast verwunderlich scheint, wenn man weiß, dass ich in einer Familie mit lauter Flugzeugmechanikern und -Ingenieuren aufgewachsen bin 😉

    Ein spannendes Berufsfeld aber so oder so!

  7. Meinen Respekt. Ich könnte das nicht. Klar ist es super wenn man eine gewisse Affinität zur Automobilindustrie hat, aber dennoch ist der KFZ Mechaniker doch schon sehr anstrengend.

      1. Mein Onkel, mein Ex und der Mann einer guten Freundin sind alle im gleichen Beruf. Das ist körperlich schon anstrengend – was ich so mitbekommen und schon gesehen habe. Alleine die Reifen immer hin und her schieben – da hörts bei mir ja schon auf. Bin aber auch ein unendlicher Jammerlappen 🙂

  8. Es ist wichtig den Beruf zu finden, den man wirklich liebt und machen will. Und wenn das im Handwerk ist, dann ist das doch super, wir brauchen davon viel mehr! Ich würde es meinen Jungs auch anraten, wenn sie mich fragen würden. Automechaniker, warum nicht?

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