Webdesigner

Dan, 46 Jahre alt mit Wohn- und Arbeitsort in Bern, verhilft seinen Kunden als Webdesigner zum Erfolg im Internet.

Für meinen Beruf werden verschiedene Berufsbezeichnungen geführt. Die wohl bekannteste Bezeichnung und somit als Überbegriff geläufig, ist «Webdesigner». Ein solcher übernimmt bei uns sowohl die Arbeiten des Frontend Entwicklers als auch die des Backend Entwicklers. In grösseren Agenturen ist der «Webdesigner» ausschliesslich für die Gestaltung und nicht für die Programmierung zuständig. Der Frontend Entwickler setzt das Design der Webseiten programmiertechnisch um, während der Backend Entwickler sich um die Administrationsoberfläche und die Anbindung von externen Datenbanken kümmert.

Grob gesagt, gibt es auf dem Markt zwei Arten von Agenturen. Zum einen gibt es wenige grosse Webunternehmen, welche hoch spezialisierte Aufträge mit spezifischen Anforderungen, zum Beispiel betreffend Sicherheit (Bankenwebsites) übernehmen und zum andern existieren viele kleinere Webagenturen, welche verschiedenste Webseiten auch für kleinere Unternehmungen und Privatpersonen gestalten. Bei ALOCO bedienen wir beide Kundengruppen.

Als Webdesigner arbeite ich am Entstehungsprozess einer Webseite, heute als responsive Webdesign meist in drei Designs (Desktop, Smartphone und Tablet), welcher je nach Auftragsgrösse und gewünschten Funktionalitäten zwischen einer Woche und einem halben Jahr dauern kann. Daneben überarbeite ich bestehende Webseiten und optimiere sie für Suchmaschinen (SEO). Auch begleite ich die Webredaktoren bestehender Webauftritte und bearbeite die Supportanfragen von Kunden. Um bei meiner Arbeit auf der Höhe zu sein, muss ich technisch stets auf dem neusten Stand bleiben und mich mit den unterschiedlichsten Softwares im Programmieren und Gestalten üben. Unter anderem verwende ich verschiedene Online- und Offlinetools für die Codeprogrammierung, die Bild- und Grafikbearbeitung und den Schnitt von Videos.

Vor der Annahme eines Auftrags führe ich mit den potenziellen Kunden ein Gespräch, in welchem Zweck, Zielgruppe, bestehende Ideen und Möglichkeiten des Webauftrittes besprochen werden. Des Weiteren setze ich mich stets inhaltlich mit der jeweiligen Branche auseinander, denn als Webdesigner geht es weniger darum die eigenen kreativen Ideen zu verwirklichen, als vielmehr eine zielgruppengerechte Benutzeroberfläche zu gestalten. Inhalt, Struktur und Gestalt der Webseite werden dann besprochen und erarbeitet. Damit die Kunden später die Inhalte selber bearbeiten können, richte ich für den Webauftritt ein Inhaltsverwaltungssystem (CMS) ein, dank welchem die Webseitenbesitzer Änderungen selber vornehmen können. Im Betrieb optimiere ich die Webseiten dann für Suchmaschinen, damit sie auch gefunden werden und somit möglichst den gewünschten Erfolg bringen. Auch biete ich Unterstützung bei der Erstellung von Texten und schiesse passenden Bildern und Videos.

Um meinen Auftraggebern den bestmöglichsten Service zu gewähren, stehe ich während meiner Arbeit in stetigem Austausch mit ihnen und analysiere die Besucherströme auf der Website täglich. Nur so kann die Webseite aktiv weiterentwickelt werden. Zudem muss ich auf unseren Servern auch zeitnah Sicherheitslücken schliessen und auch hardwaremässig auf dem neuesten Stand sein.

Mein Alltag wird stark durch Kundentermine bestimmt. Einerseits nehme ich verschiedene Besprechungstermine wahr und andererseits leiste ich Support. Daneben arbeite ich am Aufbau von neue Webseiten. Gelegentlich bleibt nebenbei noch Zeit, um mit Hilfe von Recherchen neue Ideen und Trends zu finden und gestalterisch Neues auszuprobieren. In meiner Freizeit treibe ich zum Ausgleich viel Sport. Zu Hause sitze ich nur sehr selten vor dem Computer oder dem Fernseher und bin im Winter beim Hockey und Skifahren und im Sommer beim Fussball spielen, Baden, Joggen oder Klettern anzutreffen.

Ehe mich mein Weg in den Bereich des Webdesigns geführt hat, habe ich Soziologie studiert. Um einen intensiven Einblick in die ganze Bandbreite der digitalen Produktion zu erhalten, habe ich ein einjähriges Nachdiplomstudium zum Multimedia Producer in Vancouver absolviert. So habe ich mich unter anderem mit den Themen Graphik Design, Audioproduktion, Filmproduktion, 2D und 3D Animation sowie Webdesign intensiv auseinandergesetzt.

Nachfolgend habe ich beim Roten Kreuz als Webdesigner gearbeitet und anschliessend den Posten des Leiters Weboffice am Inselspital übernommen. Schritt für Schritt habe ich mich danach selbständig gemacht und zuletzt meine Anstellung aufgegeben. Da ich den Weg in die Selbständigkeit in Teilschritten zurückgelegt habe und mir mein berufliches Ziel klar gewesen ist, hat sich der Wechsel unproblematisch gestaltet. Heute empfange ich Kunden aus verschiedensten beruflichen Sektoren. Ich erstelle und betreue Webseiten für Maschinenbau Unternehmen, Bundesämter, Versicherungen, Tierärzte, Sanitäre, Architekten, Musiker, Yogastudios, Coaches, Coiffeure und andere. Zudem hat ALOCO Spezialvereinbarungen für NGOs, Vereine und Startups und ist auf die Erstellung von Internetshops mit Shopware, einer Open-Source-Software für performante e-commerce Systeme, spezialisiert.

Auch wenn die absolvierte Ausbildung heute wahrscheinlich andere Schwerpunkte beinhaltet, würde ich dieselbe berufliche Karriere erneut anstreben. An meinem Beruf faszinieren mich die vielen Möglichkeiten, welche dank dem digitalisierten Designprozess entstehen können. Auch die stetige Weiterentwicklung im technischen Bereich ist sehr interessant. Die Kunden können heute, nicht zuletzt auch dank Big Data zielgenau angesteuert werden!

Ganz selten gibt es schwierige Diskussionen mit Kunden zu meistern, gerade wenn ein Missverständnis auftritt. Zum Glück klappt die Kommunikation generell aber gut. Ich habe mit meinen 18 Jahren als Webdesigner doch einiges gelernt, so dass Lob und Dankbarkeit die Regel ist. Diese positiven Rückmeldungen sind meine Motivation für den Alltag.

Wenn ich den Beruf des Webdesigners nicht mehr ausüben könnte, hätte ich noch viele andere Fähigkeiten, um Geld zu verdienen. Grafiker, Fotograf oder Filmemacher stünden zur Wahl. Oder vielleicht doch wieder als Skilehrer arbeiten? Auch die Soziologie habe ich nie richtig aufgegeben. Mal wieder akademisch zu arbeiten, wäre durchaus auch interessant. Im Moment bieten aber die Professionalisierung im Webdesign und die Digitalisierung allgemein viele Geschäftsmöglichkeiten und ich sehe im Internet einen Zukunftsmarkt. Webseiten gewinnen, trotz jahrelangem Aufwärtstrend noch immer mehr an Bedeutung, die Ansprüche werden grösser und mit neuen Technologien öffnet sich immer noch viel ungenütztes Potenzial.

Weitere Informationen:
Webdesigner Bern
Webagentur Bern

Meine Fragen an dich:
– Was ist deine Meinung zum Text?
– Was ist deine Meinung zum Beruf des Webdesigners / der Webdesignerin?

12 Gedanken zu „Webdesigner“

  1. Hallo Petra,
    hab ich schonmal gesagt, wie toll ich Deine Seite finde? Gerade für junge Menschen, die noch keine Vorstelleung haben, was sie einmal werden wollen.
    Als Bloggerin für Brettspiele bin ich ja selbst auch ein kleine Webdesignerin. Ok, natürlich nicht professionell, aber man sieht doch schon wie vielfältig das Ganze ist. Ich könnnte mir das auch als Beruf vorstellen. Besonders gut gefällt mir, das man doch recht orts- und zeitunabhängig arbeiten kann.

    1. Liebe Simone, herzlichen Dank für deinen Kommentar und das Kompliment 🙂
      Wir Blogger sind wohl alle „kleine Webdesigner“. Die Professionalität von gelernten Webdesigner erreichen wir aber wahrscheinlich nur mit sehr sehr viel üben und lernen. Ich finde den Beruf auch sehr spannend und finde es toll, dass es Webdesigner gibt, die uns bei unseren Onlinevorhaben unterstützen können.

    1. Liebe Annette, herzlichen Dank für deinen Kommentar 🙂 In der heutigen Zeit ist dies sicherlich für viele ein interessanter und vor allem ein gefragter Beruf.

  2. Wenn ich deinen Beitrag so lese, muss man sehr vielfältig und kreativ arbeiten. Mir gefällt was du tust, stelle es mir aber nicht ganz so einfach vor und hoffe das die Kunden meist zufrieden mit dem Ergebnis sind. Danke für den Einblick in deinen Beruf und viel Erfolg für dich.

    1. Liebe Cindy, herzlichen Dank für deinen Kommentar 🙂 Dieser Beruf verlangt sicherlich viele verschiedene Fähigkeiten. Kreativität gehört da zu 100 % dazu.

    1. Liebe Verena, danke für deinen Kommentar 🙂 Geht mir ähnlich. Ich finde den Beruf auch sehr spannend, aber auch sehr herausfordernd.

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