Fotograf

André, 29 Jahre alt aus Steffisburg, ist leidenschaftlicher Fotograf mit sportlichem Hobby.

Seit ich denken kann, zähle ich die Fotografie zu meiner Leidenschaft, welche sich nach und nach zu einer Berufung entwickelt hat. Um professionell als Fotograf zu wirken, habe ich keine spezielle Ausbildung absolviert. Ich bin eher praktisch veranlagt, weshalb ich zu Beginn meiner Fotografenkarriere einigen Profis über die Schultern geblickt und nur ein bis zwei kleinere Kurse besucht habe.

Heute arbeite ich generell von Montag bis Freitag und erlebe keinen geregelten Tagesablauf. An manchen Tagen bin ich im Büro anzutreffen und an anderen unterwegs zu verschiedenen Locations. Zudem komme ich oft mit Personen aus verschiedensten Berufen, darunter mit Filmschaffenden, Journalisten, Grafikern und Webdesignern in Kontakt. Diese Zusammenarbeit bietet mir viel positive Abwechslung und bringt mir stets neue Ideen ein.

Als Fotograf nehme ich Aufträge von Privat- und Geschäftskunden entgegen, welche Wert auf qualitativ hochwertige Aufnahmen legen. Gerade privaten Kunden biete ich das komplette Angebot von verschiedensten Shootings an coolen Orten über die Nachbearbeitung der gemachten Fotos bis hin zum gedruckten Bild. Für Geschäftskunden bewege ich mich meistens im Bereich der Werbe-, Event-, oder Sportfotografie. Die daraus resultierenden Fotos werden in zahlreichen Printmedien, auf digitalen Plattformen oder als Werbemittel veröffentlicht. Zu meinem beruflichen Tun zähle ich ausserdem das Betreiben von Marketing auf Social Media und den regelmässigen Unterhalt meiner Webseite.

Für die Ausführung meiner abwechslungsreichen Arbeit greife ich auf eine teure Ausrüstung zurück. Dazu gehören nicht nur mehrere Kameras, Objektive, Blitze und Stative, sondern auch einen Computer mit Grafikmonitor und verschiedene Tools für die Fotobearbeitung. Auch ein Smartphone habe ich für die Social Media Präsenz immer zur Hand.

Die Konkurrenz in der Fotobranche schläft nicht, weshalb Vernetzungen mit potentiellen Kunden und Vermittlern von grosser Bedeutung sind. Sicherlich erhöhen auch technische Kenntnisse, Kreativität, Verkaufs- und Beratungstalent, Marketingwissen und menschliche Aspekte, wie beispielsweise Einfühlungsvermögen, die Chance auf Erfolg. Ebenfalls hilft eine Spezialisierung dabei, ein glaubwürdiges und rentables Geschäft aufzubauen. Aus diesem Grund und wegen meinem Hobby fokussiere ich mich auf den sportlichen Bereich, also vor allem auf die Bikefotografie. Schon heute werde ich bei Events wie dem Rocket Air als Hauptfotograf gebucht.

Vor meinem jetzigen Beruf habe ich aufgrund meiner technischen Begabung eine vierjährige Lehre zum Elektroniker inklusive Berufsmaturität absolviert. Ein Elektroniker verwirklicht übergreifend die Planung, Entwicklung und Herstellung von elektronischen Geräten in verschiedenen Bereichen. Ausgelernt habe ich eine temporäre Arbeitsstelle als Medizintechniker angenommen. Als solcher habe ich die Wartung und Reparatur von medizintechnischen Apparaturen sowie die Programmierung und das Design der neuen Webseite übernommen. Im Weiteren bin ich einige Zeit als Leiter Montage / Elektroniker tätig gewesen und habe nebenbei ein Studium zum Wirtschaftsinformatiker an der Berner Fachhochschule abgeschlossen, um Kenntnisse im Aufbau von betrieblichen Anwendungs- und Kommunikationssystemen zu erhalten. Noch während dem Studium habe ich mich entschieden, meine Anstellung aufzugeben und als selbständiger Fotograf zu arbeiten, da mir der Sinn nach einer neuen Herausforderung gewesen ist und ich mein Hobby zum Beruf machen wollte.

Den Weg in die Selbständigkeit habe ich persönlich nicht als schwierig empfunden, da ich im Notfall dank abgeschlossener Lehre, Berufserfahrung und der laufenden Ausbildung gute Chancen auf einen Job als Angestellter gehabt hätte. Schwieriger hat sich das Vorhaben «Selbständig bleiben und ein Leben finanzieren» gestaltet, denn die Balance zwischen Spass und dem Geldverdienen muss erst gefunden werden. Für mich ist sicherlich wichtig gewesen, mindestens einen Versuch auf dem gewünschten beruflichen Weg zu starten. Hätte sich dieser Weg damals nicht bewährt, hätte ich mich wohl dem Online Marketing gewidmet.
Da ich meinen Beruf neben dem Biken (Dirt Jump und Downhill) und dem Reisen ebenfalls zu meinen Freizeitbeschäftigungen zähle und meine Kenntnisse in der Fotografie auch Privat für die Festhaltung von unvergesslichen Momenten einsetzen kann, sehe ich mich jedoch in meiner Berufswahl bestätigt. Hundertprozentig würde ich den gleichen beruflichen Weg erneut gehen. Allerdings würde ich durch die gemachten Erfahrungen heute früher mit dem Aufbau wichtiger Kontakte beginnen und mehr Chancen nutzen, bestehenden Fotografen bei ihrem Handwerk zuzuschauen. In meinem Beruf fasziniert mich in erster Linie die Fotografie selbst. Ich bin eine sehr menschenliebende Person, weshalb ich aber vor allem die Freude der Kunden über meine Fotos zu den Highlights zähle.

Weitere Informationen:
https://andremaurer.ch


Meine Fragen an dich:
– Was ist deine Meinung zum Text?
– Was ist deine Meinung zum Beruf des Fotografen / der Fotografin?

34 Gedanken zu „Fotograf“

  1. Super interessanter Beitrag und Beruf. Ich finde es klasse, dass André sich die Leidenschaft für das Fotografieren bewahrt hat und es nicht nur ein Job ist, sondern noch immer ein Hobby. Ich denke, es besteht nämlich die Gefahr, dass das ursprüngliche Hobby aufgrund des ganzen „Business-Zeugs“ mehr keine Freude bereitet. Seine Fotos sehen klasse aus und gefallen mir richtig gut!

    1. Liebe Breena, danke für deinen Kommentar 🙂 André macht wirklich super Fotos. Ich stimme dir wegen der Thematik mit Beruf und Hobby zu. Es ist klasse, wenn man beide Leidenschaften behalten kann. Auch bei der gleichen Tätigkeit.

  2. Der Beruf Fotograf ist sicherlich super spannend, aber bestimmt auch nicht einfach. Eben weil es mittlerweile auch so viel Konkurrenz dazu gibt. Und doch muss man auch zugeben, dass es oft auch bereits „Fotografen“ gibt, die aber leider nicht ganz so gut in dem sind, was sie machen. Ich finde, ein professioneller und guter Fotograf sollte sowieso jeden Cent wert sein 🙂

    1. Liebe Alice, danke für deinen Kommentar 🙂 Die Konkurrenz ist in vielen Bereichen stark. Aber klar in der Fotobranche ist sie wohl besonders gross. Ein guter Fotograf ist wirklich einiges Wert. Erst in diesem Jahr durfte ich ein Fotoshooting durchführen. Es war einfach toll!

  3. Ich finde die Vorstellung verschiedener Berufe sehr spannend! Ich selbst habe tatsächlich mal überlegt, Fotografin zu werden – das „Pflaster“ war mir dann aber doch zu hart. Umso schöner, wenn es Menschen gibt, die ihrem Herz folgen und diesen tollen Beruf ausüben!

  4. Die beruflichen Profile finde ich oft immer sehr spannend! durch meine Selbstständigkeit als Bloggerin habe ich auch schon verschiedenste Fotografen kennenlernen dürfen und die besten waren immer die, die den Beruf aus Leidenschaft ausübten 🙂

    1. Liebe Tina, herzlichen Dank für deinen Kommentar 🙂 Das kann ich mir gut vorstellen. Fotografie aus Leidenschaft ist etwas sehr schönes. Kann man diese Leidenschaft dann auch noch als Beruf ausüben, ist dies doch einfach grossartig.

    1. Liebe Claudia, danke für deinen Kommentar 🙂 In der heutigen Zeit gibt es wohl eine grosse Anzahl von Fotografen und allenfalls auch weniger Bedarf durch das Besitzen von Handys. Ich hoffe, du hast deinen Traumberuf nun gefunden, auch wenn es mit der Fotografie als Beruf nicht geklappt hat.

  5. Hallo, Fotograf ist wirklich ein total cooler und spannender Beruf. Leider ist es heutzutage nicht oft möglich diesen Beruf zu erlernen durch eine Ausbildung, geschweige denn davon zu leben, da es so viele Hobby Fotografen gibt..

  6. Hey, ich finde Fotograf ist ein echt spannender Beruf. Durch das Bloggen fotografiere ich auch viel und habe dadurch erst gelernt, dass Fotografieren nicht einfach nur Bilder knipsen ist. Im Gegenteil – das ist echt harte Arbeit und man muss sich eine Menge Wissen aneignen!

  7. Ich wollte während der Schulzeit auch unbedingt Fotografin oder Journalisten werden. Letztendlich habe ich mich dann aber für ein Studium entschieden mit mehr Karrierechancen.
    Lustigerweise habe ich 2017 meinen Job kündigen können, weil ich mir ein eigenes Business als Bloggerin aufgebaut habe und sehr gut davon leben kann. Somit bin ich wohl doch ein bisschen Fotografin und Journalistin geworden – das Leben hat manchmal komische Wege 🙂

    1. Liebe Nici, danke für deinen Kommentar 🙂 Es freut mich zu hören, dass du deinen beruflichen Weg gefunden hast. Spass und Interesse am eigenen Beruf ist doch etwas vom Wichtigsten.

  8. Ich habe mich mit diesem Beruf noch nie so wirklich auseinander gesetzt. Aber Fotografen sind so kreativ und wenn sie ihr Handwerk verstehen, entstehen unglaublich tolle Bilder.

    1. Liebe Neicoolio, herzlichen Dank für deinen Kommentar 🙂 Geübte Fotografe können wirklich wunderschöne Bilder knipsen. Jedoch gehört auch viel Geduld und Übung dazu.

  9. Ja man denkt die knipsen einfach drauf los. Aber auch für meinen Blog merkt man wie anspruchsvoll das ganze ist. Auch mein Vater hat Fotograf so nebenbei erlernt und es sind immer noch Welten zu den richtigen Fotografen. Es ist für mich einfach ein Talent.

  10. Fotograf stelle ich mir sehr spannend aber auch anstrengend vor. Es ist ja nicht nur mal eben ein Bild gemacht, sondern die Kundenwünsche müssen respektiert werden und die Bilder bearbeitet werden.

  11. Fotograf ist wohl der Traumjob von vielen! Wenn man dann aber bedenkt, dass ihre Hauptaufgabe Portraitfotografie ist und spannende Events wie Hochzeiten immer dann stattfinden, wenn alle anderen frei haben, verliert der Beruf etwas seinen Glanz.

  12. Früher habe ich einfach drauf losgeknipst. Seit ich selber einen Blog führe, mache ich mir viel mehr Gedanken und habe mich auch schon näher mit dem Thema Fotografie beschäftigt. Echt ein interessantes Feld! Je mehr ich mich mit dem Thema beschäftige, desto anspruchsvoller und kritischer werde ich. Aber beruflich würde ich es nicht machen wollen. Dafür fehlt es mir einfach an (ausreichend) Leidenschaft.

  13. Fotograf stelle ich mir auch als einen tollen angerufen vor. Je nachdem für welchen Bereich man fotografiert kann es aber doch auch sein, dass man immer arbeiten muss wenn andere frei haben, wie z.B Hochzeiten, oder?

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