Spezialistin für Laserentfernungen

Sabrina, 27 Jahre alt mit Wohnort in Seftigen, nimmt sich neben ihrer Verantwortung als Angestellte im Verkauf, als Spezialistin für Laserentfernungen den Tattoo- und Schönheitsproblemen ihrer Kunden an.

Ursprünglich habe ich eine Ausbildung zur Malerin absolviert und später unter anderem im Service und im Verkauf gearbeitet. Somit bin ich in meiner beruflichen Laufbahn schon vielen Tätigkeiten nachgegangen, konnte mich jedoch nie richtig verwirklichen. Gegenwärtig arbeite ich jeweils am Montag, Mittwoch und Samstag als Verkäuferin im Mototrend, in welchem ich die Beratung der Kunden, administrative Tätigkeiten, die Betreuung des Lagers und den Unterhalt des Ladens zu meinen Aufgaben zählen darf. Zusätzlich führe ich ein Studio für Laserentfernungen und nehme meine Verantwortungen als Mutter einer kleinen aufgestellten Tochter wahr. Folglich arbeite ich gefühlt 200 % und meine Woche ist stets durchgeplant. Für Hobbys bleibt nur wenig Zeit. In ruhigen Momenten entspanne ich mich dennoch gerne beim Malen oder im Winter beim Snowboarden. Wenn es der Terminplan erlaubt, besuche ich auch sehr gerne verschiedene Konzerte.

Mein berufliches Ziel führt mich in die volle Selbständigkeit als Spezialistin für Laserentfernungen. Um Bekanntheit zu erlangen und ein rentables Geschäft aufzubauen, gestalte ich diesen Weg aber eher langsam.

Auf die Idee eine Ausbildung für medizinische und kosmetische Laserentfernungen an der Laserschule in Bern abzuschliessen, bin ich durch meine eigene Tattoo-Leidenschaft und bekannte Tätowierer gekommen. In unserer schnelllebigen und schnell verändernden Zeit sollen auch Tattoos keine lebenslangen Begleiter mehr darstellen. Allerdings sind Cover Ups von Tattoos nicht immer die einfachste und passende Lösung.

Die Ausbildung inklusive Theorie über den Aufbau von Lasergeräten und praktischen Übungen an Modellen habe ich innerhalb von zwei Tagen abgeschlossen und so den obligatorischen Laserschutzbrief erworben. Wird das Handwerk des Laserns nämlich nicht erlernt, bestehen hohe Risiken für Verbrennungen mit Brandblasen und Vernarbungen.

Die Behandlung von meinem ersten Kunden ist ein spezielles Gefühl gewesen. Ich habe mich zuerst überwinden müssen, da mir bewusst geworden ist, dass mein Gegenüber Schmerzen empfinden könnte. Doch dies ist eine Gewohnheitssache gewesen.

Bei Laserentfernungen von Tätowierungen werden die Farbpigmente und allfällige Umkapselungen mit dem Laser getroffen und in kleinere Teile gesprengt. Die Fremdkörper werden im Nachhinein vom Lymphsystem des Körpers abgetragen. Für eine vollumfängliche Entfernung, welche sich bei Tattoos mit Grüntönen eher schwierig gestaltet, werden mehrere Sitzungen gebucht.

Laserentfernungen werden allerdings nicht nur für die Entfernung von Tätowierungen an jeder Körperstelle eingesetzt, sondern auch für kosmetische Zwecke, wie beispielsweise für die Entfernung von Altersflecken, Permanent Make Up, Besenreisservarizen, Fusspilz und Narben. Solche Aufträge rücken in meinem Alltag allerdings eher in den Hintergrund.

Hat mein Studio geöffnet, richtet sich meine Arbeitszeit nach den vereinbarten Terminen mit Kunden in jedem erdenklichen Alter. Da die Laserentfernungen momentan nur einen kleinen Teil meines beruflichen Pensums einnehmen, organisiere ich kostenfreie Beratungsgespräche und Behandlungstermine prioritär auf den Donnerstag. Gilt es ausnahmsweise keine Kundentermine wahrzunehmen, kümmere ich mich um anfallende administrative Tätigkeiten.

An meinen beiden Berufen gefällt mir vor allem der Umgang mit meinen Mitmenschen. Gerade im Bereich der Laserentfernung empfinde ich es als erfreuend, wenn sich meine Kunden über meine Arbeit freuen und ohne störendes Tattoo oder Hautmerkmal praktisch ein neues Leben beginnen können. Ebenso finde ich die technischen, physikalischen und chemischen Hintergründe der Arbeit mit Lasergeräten sehr spannend.

Sofort würde ich die gleiche Ausbildung erneut absolvieren. Zwar ist es keine mehrjährige Lehre, doch trotzdem konnte

ich für mich schon nach kurzer Zeit einen grossen Mehrwert erkennen. Hätte ich keine Zukunft in diesem beruflichen Bereich, würde ich wohl weiterhin als Verkäuferin im Mototrend arbeiten. In der Entfernung von störenden Tätowierungen und Hautmerkmalen durch verschiedene Methoden (Salben, Unterspritzungen und Lasern) öffnet sich aber meiner Meinung nach ein Zukunftsmarkt.

Weitere Informationen:

Meine Fragen an dich:
– Was ist deine Meinung zum Text?
– Was ist deine Meinung zum Beruf der Fachspezialistin für Laserentfernungen / des Fachspezialisten für Laserentfernungen?

22 Gedanken zu „Spezialistin für Laserentfernungen“

  1. Das ist ein echt interessanter Beruf 🙂 Ich habe auch 2 Tattoos und wäre einfach gern ohne sie. Nicht, dass sie hässlich sind… aber irgendwie stören sie mich. Habe auch schon oft nachgedacht sie entfernen zu lassen. Es ist leider nur so teuer!

    1. Liebe Sarah, herzlichen Dank für deinen Kommentar 🙂 Nichts ist für immer, auch Tattoos nicht mehr. Wie das Stechen der Bilder und Schriften ist auch das Entfernen leider nicht gratis Trotzdem finde ich die Möglichkeit sich von störenden Tattoos zu befreien, einfach toll.

  2. ich kann mir gut vorstellen, dass man v.a. Tattoos, die man in sehr jungen Jahren anfertigen lies, manchmal als eine kleine (Jugend-) Sünde sieht … da ist es gut, wenn es solche Profis wie Sabrina gibt 🙂

  3. Als Mensch mit Tattoos frage ich mich natürlich auch oft: Was wäre, wenn ich es rückgängig machen könnte? Aber ich habe meinen Körperschmuck lange durchdacht und in der damaligen Situation als genau richtig empfunden – sie sind nun ein Teil von mir, den ich nicht entfernen lassen würde. Andere denken da anders. Es ist sicher daher sicher interessant, welche Beweggründe die Kunden*innen einem in diesem Beruf erzählen. Ich finde es gut, dass es Laserentfernung gibt! Interessanter Beitrag.

  4. Ich glaube, dass man mit diesem Beruf gerade den Zahn der Zeit trifft. Immer mehr Leute lassen sich spontan tätowieren und merken nach kurzer Zeit, dass es ihnen doch nicht mehr so gefällt. Da kommt die Laserentfernung gerade richtig.

  5. Ich wusste ja gar nicht, dass es einen speziellen Beruf für die Entfernung gibt! Leider finde ich diese Art, ein misslungenes Tattoo los zu werden nicht schön gelöst und bevorzuge doch ein Cover up 🙂

    1. Liebe Wioleta, danke für deinen Kommentar 🙂 Auch Cover ups benötigen manchmal eine Vorbearbeitung mit Lasern. Somit ist es gut, gibt es diesen Beruf. Ein Cover Up ist aber natürlich auch eine tolle Lösung.

  6. Sehr schöner Einblick in diesen Job. Ich finde es toll das es so ein Beruf auch gibt. Da einigen ihre Tattoos nach einer gewissen Zeit nicht mehr gefallen.

    1. Liebe Jasmin, danke für deinen Kommentar 🙂 Wirklich toll gibt es einen solchen Beruf. Also wenn er noch nicht so bekannt ist. Eine grosse Zukunft in unserer schnellverändernden Zeit hat er sicher.

  7. Liebe Petra,
    ich finde es immer super spannend welche vielfältigen Berufe und Personen du hier vorstellst.

    Über dieses Berufsfeld habe ich mir noch nie so wirklich Gedanken gemacht, wohl auch, weil ich nie ein Tattoo haben werde. Aber interessant finde ich es dennoch. Vielen Dank für das Näherbringen dieses Berufes.

    1. Liebe Mo, herzlichen Dank für deinen Kommentar und das positive Feedback 🙂 Ging mir eigentlich auch so. Per Zufall habe ich einen Facebookpost von Sabrina gelesen und sie direkt angefragt.

  8. Huhu, das klingt nach einem äußert interessant Beruf. Für mich selbst wäre es wohl nichts, aber es kann auch nicht jeder das selbe machen. Ich glaube das Tattoos entfernt werden sollen wird wohl immer mehr werden und auch die kosmetische Schiene. Ein interessanter Job mit Zukunft. Viel Erfolg weiterhin!

    1. Liebe Sabrina, herzlichen Dank für deinen Kommentar 🙂 Ich denke auch, dass dieser Beruf Zukunft hat. Und mit der anderen Aussage hast du natürlich auch recht: Es ist gut, dass nicht jeder den gleichen Beruf ausführen möchte.

    1. Liebe Tanja, danke für deinen Kommentar 🙂 Ich verstehe deine Verwunderung. Beim Umgang mit einem solchen Gerät erwartet man irgendwie automatisch eine längere Ausbildung. Ich bin mir aber sicher, dass Sabrina ihre Arbeit toll macht.

    1. Liebe Sarah, danke für deinen Kommentar 🙂 Bei einem Spezialisten in diesem Gebiet bist du sicherlich in guten Händen. Wichtig ist aber auch die Erkundigung nach einem professionellen Anbieter.

  9. Wenn die Menschen vorher wüssten, wie schmerzhaft die Entfernung später sein kann…
    Wahrscheinlich würden so einige Tatoos nicht entstehen.
    Absolut wichtig finde ich, die Arbeit mit Laser gehört unbedingt in gut geschulte Hände.

    1. Liebe Katja, danke für deinen Kommentar 🙂 Ich frage mich manchmal sowieso, warum gewisse Motive überhaupt ausgewählt wurden. Ich habe selber keine Tattoos und würde mir viele Gedanken machen, bevor ich zum Tätowierer gehe.

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