Landschaftsgärtner

Adi, 22 Jahre alt und wohnhaft im Gwatt, arbeitet vorzugsweise draussen als Landschaftsgärtner.

An jedem Arbeitstag erlebe ich Abwechslung pur. Zumal ich mich nicht nur mit Blumen und anderem Grünzeug beschäftige, sondern eben auch mit Gärten und deren Ausstattung im Allgemeinen. So verschönere ich Gartenanlagen mit Kunstrasen, Gartenhäuschen, Teichen, Steinen, Plattenböden und anderen Einrichtungen. Manche Gärten werden nur unterhalten, andere umgeändert oder gar neu gebaut. Auch das Beraten von Kunden gehört zu meinem Alltag dazu.


Mein Tag beginnt um 06:50 Uhr in der Firma. Nach einer kurzen Besprechung beladen wir, mein Team und ich, unsere Autos mit dem benötigten Material und begeben uns zu den Baustellen. Beim Kunden angekommen, kümmern wir uns um den erhaltenen Auftrag. Normalerweise arbeiten wir mehrere Tage nacheinander auf einer Baustelle. Ausnahmsweise kann es aber auch vorkommen, dass wir an einem Tag in zwei Gärten tätig sind. So, zum Beispiel, wenn die Arbeiten bei einem Kunden schon am Mittag abgeschlossen werden können.

Als Landschaftsgärtner arbeite ich vorwiegend draussen. Diese Eigenschaft hat mir schon immer besonders gefallen. Mich fasziniert die Natur und die Pflanzen an sich. Meine Ausbildung inklusive Vorlehre hat vier Jahre gedauert. Aufmerksam auf den Beruf bin ich durch einen Kollegen geworden, welcher Bonsais gezüchtet hat. Aus Interesse habe ich eine Schnupperlehre absolviert und nach der Vorlehre die Ausbildung begonnen.

Um 17:00 Uhr endet ein normaler Arbeitstag. Jedoch kommt es vor, dass wir länger bleiben um gewisse Aufträge noch fertig zu stellen. Nach einem anstrengenden Tag entspanne ich mich am liebsten bei meinen Hobbys: Ich interessiere mich für Fussball und schaue daher gerne Fussballspiele im Fernseher oder gar live, spiele gerne Fifa mit Kollegen, mache Modellbau und geniesse sehr gerne die Natur. Zudem bin ich auf dem Weg Schiedsrichter zu werden.

Für mich ist sicher, dass ich meine aktuelle Berufung wieder erlernen würde. Nicht zuletzt wegen den vielen abwechslungsreichen Momenten. Auch bietet der Beruf mehrere Weiterbildungsmöglichkeiten. Andernfalls würde ich wahrscheinlich eine Lehre zum Architekten machen.

In meinem Alltag erlebe ich immer wieder schöne Momente. Ganz klar gehören Komplimente von Kunden und Drittpersonen dazu. Gleichwohl gibt es auch mühsame Tage, so bei erschwerten Wetterbedingungen. Seien dies heisse oder regnerische Tage. Auch lieb gemeinte Hilfsangebote von unerfahrenen Kunden können mir die Arbeit etwas erschweren.

Für die Arbeit benötige ich unterschiedliche Kenntnisse über verschiedenste Pflanzenarten. Dazu gehören: Pflanzenname in Deutsch und Lateinisch, die Form von Blatt, Knospe und Blüte, deren Farben, die Wuchsformen und Grössen der Pflanze, der Duft, Merkmale über mögliche Beeren und noch weitere. Nicht nur im Job hilft mir dieses Wissen weiter, sondern auch bei privaten Pflanzenkäufen oder bei Hilferufen meiner Freunde und Familie.

Zu Hause pflege ich diverse Pflanzen auf meinem Balkon. Meine Lieblingspflanze trägt den Namen Winter-Schneeball oder auch Viburnum x bodnantense.

Meine Fragen an dich:
– Was ist deine Meinung zum Text?
– Was ist deine Meinung zum Beruf des Landschaftsgärtners / der Landschaftsgärtnerin?

14 Gedanken zu „Landschaftsgärtner“

  1. Oh ja, im Gärtnerbereich zu arbeiten ist harte Arbeit!
    Habe damals selbst in den Ferien immer in einer Baumschule gejobbt und auch nach dem Abi für vier Monate dort gearbeitet. Bei Wind und Wetter ist man draußen, selbst bei Gewitter.
    Mein Job wäre es nicht, aber ich finde es immer beeindruckend, wenn sich jemand für seinen Job begeistert.

    1. Liebe Michelle, herzlichen Dank für deinen Kommentar 🙂 Ich kann dir zustimmen. Auch ich möchte nicht bei Wind und Wetter draussen arbeiten, bin jedoch froh, dass sich andere Menschen für diesen Beruf begeistern können.

  2. Ich finde den Beruf Gärtner total interessant: Zum einen betätigt man/frau sich kreativ, was eindeutig zu Zufriedenheit und Erholung beiträgt. Zum anderen härtet dich der Job auch körperlich etwas ab. Schöner Bericht, der es trotz seiner Knappheit auf den Punkt bringt.

  3. Ich glaube, dass Berufe an der Natur und vor allem mit Pflanzen und Tieren irgendwie zufrieden stellen. Außerdem sieht man bei dem Job, was man getan hat. Sicherlich aber auch eine körperlich anstrengende Arbeit. Und wunderschöne Bilder – wer liebt Pflanzen nicht?

    1. Liebe Tabea, danke für deinen Kommentar 🙂 Du hast den Beruf meiner Meinung nach sehr gut zusammengefasst. Und du hast recht: Wer liebt Pflanzen nicht? Ich tu es auf jeden Fall

  4. Dieser Job wäre gar nichts für mich, auch, wenn ich selbst gestalte 😉 Aber ich finde es toll, wenn es Menschen gibt, die Gärten & Landschaft gestalten.

    1. Liebe Nina, herzlichen Dank für deinen Kommentar 🙂 So sind die Berufswünsche verschieden. Auch ich möchte diesen Beruf nicht unbedingt ausführen, bin aber auch froh, dass die Gärten und Landschaft von hoffentlich motivierten Menschen gepflegt werden.

  5. Ich finde es einen interessanten Beruf, mein Bruder ist damit selbstständig und es ist bewundernswert, was man alles „zaubern“ kann. Ich selbst würde wohl jammern, weil ich im Sommer schwitze und im Winter friere. Ein interessanter Text.

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